Gemischter Chor Ballenhausen

1. Vorsitzender und Kontaktperson:

Jens Franke
Johannisstraße 6
37133 Friedland
Tel.: 05509 / 9427 586
Handy: 0171 / 3465 558

Übungsabend jeden Montag um 19.30Uhr im Sporthaus

120 Jahre Gesangverein Ballenhausen (2004)


 
                                      2004                                                                   2015     

Der älteste noch existierende Verein Ballenhausens:  Der Gesangverein feiert sein 120-jähriges Jubiläum, verbunden mit der feierlichen Weihe einer neuen Vereinsfahne. Der am 03.09.1884 von einer größeren Anzahl von Männern des Dorfes gegründete Verein konnte schon ein Jahr später eine Fahne erwerben, die mit der Aufschrift „Wo man singt, da lass Dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“ versehen war. Unter großer Beteiligung der Dorfbevölkerung und zahlreicher Gesangvereine aus der näheren und weiteren Umgebung wurde die Vereinsfahne 1885 feierlich geweiht. Dieses traditionsreiche, nunmehr fast 120 Jahre alte Kleinod hat den Verein in Freud und Leid zu unzähligen Anlässen begleitet und ist noch heute Ausdruck überlieferten dörflichen Gemeinsinns.
Die Präsens der Fahne in den vielen vergangenen Jahrzehnten hat leider zu einem materiellen Verschleiß geführt.
Zubehör der alten, nicht mehr reparablen Fahne ist eine Fahnenschleife, die zum 25-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 1909“von den Frauen und Jungfrauen“ gewidmet wurde. Zum 100-jährigen Jubiläum haben 1984 die „Sangesschwestern“ eine weitere Fahnenschleife gestiftet.
Im Bewusstsein der Aufrechterhaltung alter Traditionen hat der heutige „Gemischte Chor“ nach langer Diskussion und Vorbereitung eine neue Fahne beschafft. Sie soll die nicht mehr verwendbare alte ablösen und zum 120-jährigen Jubiläum feierlich geweiht werden. Sie trägt die Aufschrift „Im Reich der Töne erklingt das Schöne“.

                  

Den Gründern des Vereins, die genau wie wir heute in der Pflege des Chorgesangs und damit des Gemeinschaftsgedankens eine wichtige kulturelle Aufgabe des dörflichen Lebens gesehen haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Wir sehen es als Verpflichtung an, alles mögliche zu tun, um den Fortbestand dieser Einrichtung zu sichern.
Über die Gründerzeit und die ersten Jahrzehnte danach gibt es kaum noch Unterlagen; sie sind offenbar in Verkennung ihres Wertes für die Nachwelt  vernichtet worden. Eine Beitragsliste aus dem Jahre 1926 enthält noch Namen von 3 Männern, die von Anfang an dabei waren: Heinrich Matthias, Fritz Sebode und Heinrich Becker. Der Monatsbeitrag betrug damals 20 Pfennige.



Ein Name ist mit der Gründung des Vereins und dem 1. langen Abschnitt seiner Geschichte eng verbunden. Es handelt sich um den Dorfschullehrer Heinrich Senhen, der in den ersten Jahrzehnten nicht nur als Chorleiter tätig war, sondern auch Ämter im Vereinsvorstand innehatte.
Heinrich Senhen, der von 1882 bis 1924 Schulleiter in Ballenhausen war, hatte sich – das kann man in der Dorfgeschichte von Ballenhausen, die Fritz Scheidemann geschrieben hat, nachlesen – „viele Verdienste um die Gemeinde erworben“.
Bis 1924 sind als zeitweilige Chorleiter noch Georg Quentin aus Reinhausen und Heinrich Bartram aus Groß Schneen in Erinnerung. Ihnen folgten von 1924 bis 1932 die Schulleiter Wilhelm Wagener und anschließend Carl Baumann, bis nach der Machtübernahme durch die Hitlerdiktatur und durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges die Vereinsarbeit völlig zum Erliegen kam,
Nach Kriegsenede schlugen die ersten Versuche, auf den traditionellen Grundlagen einen neuen Männerchor ins Leben zu rufen, mangels ausreichender Beteiligung  fehl. Die Zahl der früher aktiv gewesenen Sänger war infolge des Krieges leider stark geschrumpft. Anfang 1949 hat sich schließlich doch der Chorgesang durch die Bildung eines „Gemischten Chores“ neu aktiviert. Der erste öffentliche Auftritt erfolgte am 08.05.1949 bei der Einweihung des Schulheimes (Nissenhütte) in Ballenhausen. Unter der Chorleitung von Lehrer Heinz Steen erhielten wir in der Folgezeit viel Anerkennung.
Im Saale des Gasthauses Harriehausen führte der Gemischte Chor 1949 ein gelungenes Singspiel „Die vertauschten Heringsköpfe“ nach der Musik und unter der Regie der Eheleute Steen mit bemerkenswerter Resonanz in der Bevölkerung des Dorfes auf. Erinnert sei auch an die erfolgreiche Teilnahme am Sängerwettstreit in der Bartramschen Feldscheune in Reinhausen. Elisabeth Grote (jetzt Frau Rapp) war nicht nur Nachfolgerin im Lehramt von Heinz Steen, sondern übernahm von ihm auch Ende 1951 die Leitung des Gemischten Chores die sie bis 1956 innehatte.
Lehrer Erhard Schrader setzte die Chorarbeit für einige Zeit fort, bis schließlich nach längerer Pause unser unvergessener Chorleiter und Freund Otto Schmidt 1972 den Dirigentenstab übernahm. Jedem Dorfbewohner wurde zum 75., 80., 85. und 90. Geburtstag ein Ständchen dargeboten, vom 90. Lebensjahr an sogar jedes Jahr.
Ebenso trägt der Chor bis heute regelmäßig durch Gesangsvorträge zur Ausgestaltung von  Seniorenfeiern, kirchlichen Veranstaltungen und auch auf Wunsch von Feiern anderer Vereine bei. Seit 1978 finden ständig wiederkehrende Freundschaftssingen aller Gesangvereine der Gemeinde Friedland statt, woran sich unser Chor stets aktiv beteiligt.
Seit vielen Jahren feiern wir im Oktober unser beliebtes und bisher immer gelungenes und gut besuchtes Weinfest im Sporthaus. Das Sporthaus dient uns auch schon seit Jahrzehnten als Übungsstätte für unsere Chorabende.
Zu den regelmäßigen Veranstaltungen des Vereins gehören auch mehrtägige Busausfahrten, an denen auch andere Dorfbewohner teilnehmen.


Nach dem plötzlichen Ableben unseres Chorleiters Otto Schmidt im Dezember 1980 hat August Schachtebeck aus Diemarden die Leitung des Chores übernommen. Wir haben unter seiner engagierten Leitung, die von hohem Sachverstand und begeisternder Musikalität getragen war, sehr viele anspruchsvolle Chorsätze eingeübt. Auf seinen Wunsch hin haben wir 1982 ein vereinseigenes neues Klavier angeschafft, das uns noch heute gute Dienste leistet.
Als August Schachtebeck nach mehr als 10 Jahren Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen die Chorleitung aufgeben musste, haben wir auf der Such nach einem/einer Nachfolger/in zunächst keinen Erfolg gehabt, dann aber ein Glückslos gezogen.
Mit Karin Berthold aus Heuthen im Eichsfeldkreis konnten wir eine Dirigentin gewinnen, mit der wir hoffentlich noch sehr viele Jahre fest rechnen können. Wir sind dankbar, dass wir sie haben und freuen uns auf jeden Übungsabend mit ihr.
Sein 100 jähriges Bestehen hat der Verein vom 11. bis 13. Mai 1984 im Sporthaus Ballenhausen gefeiert. An diesem Jubiläum haben Gesangvereine aus Groß Schneen, Nikolausberg, Diemarden, Obernjesa, Reinhausen, Niedernjesa und Reiffenhausen teilgenommen. Bei dieser gelungenen Veranstaltung haben neben gemeindlichen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung als Ehrengäste Landrat Willi Döring und Oberkreisdirektor Alexander Engelhardt teilgenommen. Letzterer hat dem Gesangverein aus Anlass seines 100 jährigen Bestehens in Anerkennung seiner Verdienste um den Chorgesang die  „Zelter Plakette“, die höchste Auszeichnung, die ein Chor erhalten kann, überreicht.
Der Verein hat in seiner 120 jährigen Geschichte nicht nur den aktiven Sängern in der Pflege des Chorgesanges als Selbstzweck gedient, sondern bei seinen vielen Auftritten ungezählten Menschen durch Liedvorträge die verdiente Abwechslung vom Alltag und viel Freude bereitet.
Möge es ihm vergönnt sein, auch zukünftig in dieser bewegten Zeit mit enormen technischem Fortschritt im fröhlichen Gesang seine Aufgabe als Freudenspender für die dörfliche Gemeinschaft zu erfüllen.                                         Gerhard Steneberg

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